Samstag, 20. Januar 2018
Montag, 4. Dezember 2017
Die wertvollsten Momente im Leben
Die wertvollsten Momente im Leben
Da war so ein Septemberspätnachmittag im Südburgenland, mäßig warm, leicht bewölkt. Ein kleiner Buschenschank im Weinberg, rauhe, hölzerne Tische im Freien unter einem mächtigen Walnussbaum. Die Wirtin hat uns einladend hinaufgewunken, meine Frau und mich. Nur sehr wenige Urlauber kommen unter der Woche an den kleinen Holzhäuschen im Weinberg vorbei. Es ist völlig ruhig, weltvergessen. Die Wirtin ist sehr freundlich, hat einen reizenden südburgenländischen Akzent. Wir bestellen einen Uhudler, dazu Fladenbrot und Schmalz. Der Uhudler ist ein Cuvee aus roten Hybridsorten, Direktträger. Er schmeckt säurebetont, das Bukett ist äußerst intensiv und erinnert an Johannisbeeren oder schwarze Ribiseln, wie die Österreicher sagen.
Es ist ein einzigartiger Wein. Es sind einzigartige Momente. Wir genießen, sind uns nah, fühlen uns geborgen, empfinden intensive unverwechselbare Momente.
Dieser Wein schmeckt nie gleich. Es kommt auf die Reben an, auf den Boden und die Kunst der Winzerin. Aber es kommt auch und vor allem auf die Situation an, in der man ihn trinkt. An jenem Spätnachmittag kam es auf die Wolken an. Auf den Geruch in den Weinbergen. Auf den Walnussbaum und die rauhen Holztische. Auf die Freundlichkeit der Wirtin und auf die offene, gelöste Stimmung meiner Frau. Auf das Blümchenkleid, das sie trug und auf ihren Geruch. Auf ihr Lachen und den Wind in ihren Haaren. Alles zusammen ergab einen unverwechselbaren Geschmack des Uhudlers. Und unverwechselbare, einzigartige Momente.
Das Wertvolle im Leben ist das Einzigartige. Wertlos hingegen ist das Normale, das Typische, das Austauschbare. In unserer Massengesellschaft herrscht aber überall das Normale, das Typische und das Austauschbare vor. Die Massengesellschaft ist eine Gesellschaft des Wertlosen. Die wertvollen, einzigartigen Momente sind sehr selten geworden. Wir finden sie nur noch am Rande des Lebens, in der Provinz, an der Peripherie. Wie in jenem Buschenschank im Weinberg, im Grenzland zu Ungarn, wohin sich selten ein Urlauber verirrt.
Der Einmaligkeit des Erlebens entspricht die Einzigartigkeit des Menschen. Wir sind dann vollkommen menschlich, wenn wir einzigartig sind, individuell und unverwechselbar. Je unverwechselbarer wir sind, umso weniger entsprechen wir der Norm. Unsere Individualität müssen wir uns erkaufen um den Preis der Normalität und der Idealität. Je weniger wir der Norm entsprechen, umso mehr aber sind wir Persönlichkeit.
Persönlichkeit ist immer gerichtet auf Gemeinschaft. Erst in der Gemeinschaft und für die Gemeinschaft gewinnt die individuelle Persönlichkeit Identität. Umgekehrt gewinnt auch die Gemeinschaft ihren Charakter und ihre Identität erst aus dem Zusammenspiel freier, individueller Persönlichkeiten. Individualität und Gemeinschaft bedingen einander.
Das Gegenstück zur Gemeinschaft freier Menschen ist die Massengesellschaft. Die Gesellschaft der Masse kennt nur Nutzen und Funktionalität. Sie kennt keinen Sinn und keinen Wert. Ebenso wenig respektiert sie menschliche Freiheit und menschliche Würde. Die Massengesellschaft vergöttert den Typus, das Durchschnittliche und das Normale. Individualität und menschliche Freiheit müssen in der Massengesellschaft untergehen. Ebenso die menschliche Würde.
Menschen flüchten sich in die Masse, weil sie in der Masse der Verantwortlichkeit entgehen können. In der Masse sind alle gleich. Die Persönlichkeit löst sich auf im Kollektiv. Kollektive Nichtunterscheidbarkeit bedeutet kollektive Verantwortung. Kollektive Verantwortung bedeutet aber kollektive Verantwortungslosigkeit, denn am Ende ist jeder für alles und niemand für irgendetwas verantwortlich. Die Gesellschaft der Masse wird zum Konglomerat verantwortungsloser entpersönlichter Wesen.
Freiheit bedeutet die Loslösung von der Gebundenheit an den Typus. Den Mut zur Persönlichkeit jenseits der Norm. Die Bereitschaft, für sich und andere Verantwortung übernehmen zu wollen. Freiheit erwirkt das menschliche Ideal der Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit. Sie macht uns zur Persönlichkeit und sowohl zum wertgebundenen wie zum wertvollen Wesen.
Finden wir doch den Mut zur Einzigartigkeit und Unverwechselbarkeit, zur Freiheit und zur Verantwortung. Gehen wir hinaus in die abgelegenen Weinberge des Lebens und suchen wir doch die verborgenen Buschenschänken. Hier begegnet uns der unverwechselbar schmeckende Wein, hier treffen wir mit einigem Glück auf die Momente voller Wert und dem Bewusstsein menschlicher Würde.
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Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden. (Sokrates)
Mittwoch, 15. November 2017
DSM-Syndrom, Sexismusproblem (in Bearbeitung)
Wir
können diese Scheindebatte als Teil dessen ansehen, was DSM-Syndrom
genannt wird. Das DSM ist das "Diagnostic and Statistical Manual of
Mental Disorders" (Diagnostischer und statistischer Leitfaden
psychischer Störungen) und ist eines der beiden dominierenden
psychiatrischen Klassifikationssysteme. Die Anzahl der im DSM
aufgeführten Krankheiten und Störungen ist stetig von 106 (DSM-I) auf
heute 374 (DSM-5) angestiegen. Die aktuelle Version DSM 5 beschreibt als
Neuerungen so richtungsweisende Diagnosen wie "Hypersexuelle Störung,
Prämenstruelle Dysphorische Störung oder Disruptive
Stimmungsdysregulationsstörung". Hier wird Verhalten systematisch
pathologisiert und problematisiert, der Bereich des "Normalen" immer
weiter ausgedünnt und Rarität zur Devianz erklärt. Wo einst
Verhaltensvielfalt war, wird Normabweichung diagnostiziert. Das Normale
ist aber ebenso wie das Korrekte ("political correctness") ein
menschengemachtes Konstrukt. Machen wir diese Konstrukte zur Zielvorgabe
von Verhalten, reduzieren wir Vielfalt, beschneiden wir Freiheit und
befördern totalitäre Tendenzen.
Das Problem ist nicht das DSM. Auch nicht, wieviel das Buch kostet. Das Problem ist die zunehmende Tendenz, Verhalten zu pathologisieren, zu problematisieren, als inkorrekt zu stigmatisieren und einer Normierung und Verhaltenskontrolle zu unterwerfen. Das erleben wir im DSM genauso wie in diesem Thread.
Das Problem ist nicht das DSM. Auch nicht, wieviel das Buch kostet. Das Problem ist die zunehmende Tendenz, Verhalten zu pathologisieren, zu problematisieren, als inkorrekt zu stigmatisieren und einer Normierung und Verhaltenskontrolle zu unterwerfen. Das erleben wir im DSM genauso wie in diesem Thread.
Sonntag, 5. November 2017
Gesundheitspsychologie
Die Gesundheitspsychologie ist der wissenschaftliche Beitrag der Psychologie zur:
- Förderung und Erhaltung von Gesundheit
- Prävention und Behandlung von Krankheiten
- Förderung der Rehabilitation
- Identifikation von psychischen Faktoren, die zur Entstehung von Krankheiten beitragen
- Identifikation von Determinanten des Krankheitsbewältigungs- und Genesungsprozesses und zum
- Einfluss des Zusammenwirkens zwischen Gesundheitssystem und Patient auf das individuelle Gesundheitsverhalten.
Dienstag, 7. März 2017
Heimat - (k)ein Konzept für Liberale?
Liberale tun sich
eher schwer mit dem Konzept der „Heimat“. Zum einen ist der
Begriff historisch belastet, konnotiert mit der
Blut-und-Boden-Ideologie der Nationalsozialisten. Damals wurde der
Begriff stark regional verstanden und war verquickt mit
rassistischem, ausgrenzendem und in Bezug auf die deutschen
Ostgebiete häufig revanchistischem Gedankengut.
Zum anderen
widerspricht das Heimatkonzept fundamental dem Typus des modernen
krawattentragenden, magentafarbenen Freidemokraten, der sich gerne als Kosmopolit sieht: Maximal
anpassungsfähig, mobil, flexibel, leistungs- und marktorientiert.
Das Bodenständige, Gewachsene, Ursprüngliche und Identitäre, für
das „Heimat“ steht, stört da nur. Bindung wird da leicht zur
Anbindung, die an das Enge und Begrenzte fesselt.
Ist „Heimat“
also ein unliberales Konzept? Eines das wir lieber den Konservativen
und Rechtspopulisten überlassen sollten?
Unbestritten erlebt
der Heimatbegriff seit Jahren eine Renaissance – und das längst
nicht nur in den konservativen und rechtspopulistischen Segmenten der
Gesellschaft. Heimatgefühle feiern Hochkonjunktur und werden zum
Sehnsuchtsort der Menschen. Ohne Zweifel müssen wir die Heimatwelle
als Gegenbewegung zur globalisierten Welt verstehen, die den Menschen
im Hinblick auf Mobilität, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit immer mehr abverlangt und zunehmend viele Menschen überfordert.
Es wäre ein großer Fehler, als Liberale dies nicht zur Kenntnis
nehmen zu wollen und leichtsinnig darüber hinweg zu gehen:
Globalisierung bedeutet Bindungsverlust, Verlust an Sicherheit und
Wohlbehagen. Masseneinwanderung bedeutet Bedrohung des Identitären
und Gewachsenen. Gefühle von Entfremdung und das als bedrohlich
wahrgenommene Fremde in der Lebenswelt generieren Ängste, die das
Leben der Menschen zunehmend prägen.
Aus psychologischer
Sicht bedeutet „Heimat“ vor allem Identität und Bindung. Heimat ist sehr viel weniger ein Ort, als ein Lebensgefühl: Das
Heimatkonzept schafft Sicherheit und Wohlbehagen, Überschaubarkeit
und das so wesentliche Gefühl der Kontrollkompetenz, das Vermögen
von Menschen, ihre Lebenswelt und ihren Alltag beeinflussen, verändern und gestalten
zu können. Dabei sind Menschen extrem unterschiedlich: Ihre
Bewältigungsstrategien sind ganz verschieden und ihre
Heimatbedürfnisse sind ganz verschieden. Der eine fühlt sich im Gewusel der Megacity wohl, der andere in der beschaulichen Kleinstadt schon überfordert. Was uns aber alle eint,
ist, dass wir nach Bindung streben und nach Identität.
Wir dürfen als
Liberale, die wir vielleicht aufgrund von Persönlichkeitsmerkmalen
weltoffener sind, Entfremdungstendenzen weniger schmerzhaft
wahrnehmen, flexibler und mobiler sind als Andere, nicht
die überfordern, die es nicht sind. Unsere Politik muss sich auch
und bevorzugt an denen orientieren, die stärkere
Sicherheitsbedürfnisse haben, die Fremdheit stärker bedroht, die
fundamentale Veränderung und rascher Wandel stärker ängstigt.
Meine These ist,
dass wir als Liberale das Heimatkonzept und - damit verbunden – die
Heimatbedürfnisse der Menschen nicht leichtfertig ignorieren dürfen.
Wenn wir die Menschen ernstnehmen wollen, müssen wir auch ihre
Heimatbedürfnisse ernstnehmen. Wir brauchen ein eigenes
freiheitliches Heimatkonzept, das mehr verkörpert als Dirndlkleid,
Volksmusik und rustikale Dorfgasthöfe mit Hirschgeweihen über dem
Stammtisch. Ein freiheitliches Heimatkonzept muss mehr sein als
Kitsch, muss weltoffen Begrenztheit und Enge überwinden, muss Lebensräume
gestalten, die Bindung und Identität zulassen und ein Lebensgefühl
kultivieren, das menschlichen Bedürfnislagen entspricht.
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Kann
man Angst vor dem Begriff "Heimat" haben, wird gerade gefragt. Es gibt
Heimatkonzepte und -begriffe, die in der Tat beängstigen können. Wir
dürfen deshalb den Heimatbegriff nicht den Rechtspopulisten überlassen,
sondern brauchen einen eigenen freiheitlichen Heimatbegriff, der auf
Vielfalt und Weltoffenheit aufbaut und menschlichen (psychischen)
Bedürfnislagen entspricht. Es geht darum, Heimaten zu schaffen und
Lebenswelten zu fördern, die Identität, Bindung, Kontrolle und
Angstfreiheit ermöglichen und damit Garanten für psychische Gesundheit
sind.
An dem Konzept oben sind zwei Aspekte durchaus ungewöhnlich und durchaus nicht gängige Definition: Einmal, dass ich von Heimat "schaffen" spreche. Und zum anderen, dass ich "Heimat" im Plural verwende. Heimat so verstanden ist nicht singulär, es gibt nicht "die Heimat", die man nur entweder für sich akzeptieren kann oder nicht, auf die man exklusive Anspruchsrechte erhebt und damit Andere ausschließt. Heimat so verstanden, muss ich mir selber schaffen, muss ich wählen, muss ich aktiv gestalten. Heimat so verstanden, ist völlig individuell auf mich bezogen und auf meine spezifischen Bedürfnisse. Jeder Mensch hat folglich eine andere eigene Heimat, die sie oder er für ein gutes, gesundes Leben braucht. Ein solcher Heimatbegriff ist dann auch nicht autoritär, wie Wolf Dermann meint.
Bild: Rinderhaltung bei Behrensdorf (Kreis Plön). Solche Landschaften zum Wohlfühlen können im besten Sinne Heimat sein.
An dem Konzept oben sind zwei Aspekte durchaus ungewöhnlich und durchaus nicht gängige Definition: Einmal, dass ich von Heimat "schaffen" spreche. Und zum anderen, dass ich "Heimat" im Plural verwende. Heimat so verstanden ist nicht singulär, es gibt nicht "die Heimat", die man nur entweder für sich akzeptieren kann oder nicht, auf die man exklusive Anspruchsrechte erhebt und damit Andere ausschließt. Heimat so verstanden, muss ich mir selber schaffen, muss ich wählen, muss ich aktiv gestalten. Heimat so verstanden, ist völlig individuell auf mich bezogen und auf meine spezifischen Bedürfnisse. Jeder Mensch hat folglich eine andere eigene Heimat, die sie oder er für ein gutes, gesundes Leben braucht. Ein solcher Heimatbegriff ist dann auch nicht autoritär, wie Wolf Dermann meint.
Bild: Rinderhaltung bei Behrensdorf (Kreis Plön). Solche Landschaften zum Wohlfühlen können im besten Sinne Heimat sein.
Donnerstag, 23. Februar 2017
Krawattentod
Zerstörung eines Machtsymbols, sexueller Flirt oder Kastration - Wofür steht der Krawattentod?
Männern werden an Weiberfastnacht von Frauen die Krawatten abgeschnitten. Das Karnevalsritual ist seit dem frühen 19. Jahrhundert in vielen Teilen Deutschlands Tradition. Umstritten ist aber, was der Brauch genau symbolisiert: Für die einen fällt ein männliches Machtsymbol der Schere zum Opfer. Krawattenträger verkörpern danach als Angehörige der oberen Mittelschicht in Wirtschaft und Verwaltung häufig männliche Macht, denen die Frauen beim Angriff auf das Kleidungsstück symbolisch zu Leibe rücken. Für andere ist die Krawatte ein sexuelles Symbol, das durch Farbe und Form betont auf das männliche Geschlechtsteil verweist. Das Spiel mit dem Symbol sexueller Männlichkeit ist somit Teil eines Balzrituals, bei dem Frauen auf subtile Weise sexuell kommunizieren und gesellschaftlich akzeptiert ihr Interesse zum Ausdruck bringen. Nach anderer Ansicht werden sexuelle Gewaltphantasien ausgelebt: Das Abschneiden des Schlipses symbolisiert die Kastration des gefürchteten oder verachteten Mannes.
Freitag, 10. Februar 2017
Individualitätsanforderungen und Psychopathologie
Es gebe einen Zusammenhang zwischen Individualisierungsanforderungen und zunehmend häufigen psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angststörungen in unserer Gesellschaft, meint die Soziologin Cornelia Koppetsch in ihrem Buch „Die Wiederkehr der Konformität. Streifzüge durch die gefährdete Mitte“. Die ständige Notwendigkeit, in der freiheitlichen Gesellschaft Individualität zu generieren, überfordere viele Menschen und mache sie psychisch krank. Auch der französische Soziologe Alain Ehrenberg betont in seinem Buch „Das erschöpfte Selbst“ den Zusammenhang zwischen Individualisierung und psychischen Erkrankungen. Die Ursache für stark zunehmende Erschöpfungsdepressionen und Angststörungen sieht er in ständig gestiegenen Anforderungen an Autonomie, Selbstverantwortung und Eigeninitiative, die gegenwärtig zunehmend schwierig zu realisieren seien. Nach Ehrenbergs Verständnis sei die Depression eine „Krankheit in der Verantwortlichkeit".
Sicher ist richtig, dass die Entfaltung von Individualität und der
mühsame Prozess der Autonomiegewinnung Persönlichkeiten fordern und auch
überfordern können. Nicht umsonst geben Menschen häufig ihrer Neigung
nach, Freiheit und Verantwortung zu meiden und sich in bequeme
Abhängigkeit und Bevormundung zu begeben. Es ist aber sicher nicht so,
dass starke Individualitätsansprüche und Autonomieanforderungen per se
krank machen. Das Problem liegt m.E. eher in Rollenansprüchen begründet,
die eine Unterdrückung oder Verleugnung eigener Bedürfnisse erfordern
und Menschen nicht so sein lassen, wie sie eigentlich sind. In diesem
Druck zur Verformung, zur Uneigentlichkeit, liegt ein erhebliches
psychisches Belastungsmoment begründet. Der Prozess hingegen, eine
echte, authentische Persönlichkeit zu gestalten, ist anstrengend und
fordernd, aber letztlich für die psychische Entwicklung förderlich und
gewinnbringend. Gelungene Autonomie und Individuation wirkt sich in
jedem Fall positiv auf die psychische Gesundheit aus.
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"Die Wiederkehr der Konformität - Streifzüge durch die gefährdete Mitte" von Cornelia Koppetsch bei der bpb: Schriftenreihe (Bd. 1654), 4,50 €.
Der Status: Für viele kein Problemthema. Was aber, wenn es sozial, beruflich oder wirtschaftlich nicht (mehr) rund läuft und Abstiegsängste plagen? Die Autorin spürt solchen Lebensläufen nach und analysiert, welche Folgen sie für die Betroffenen zeitigen – auch und immer mehr in der Mitte der Gesellschaft.
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"Die Wiederkehr der Konformität - Streifzüge durch die gefährdete Mitte" von Cornelia Koppetsch bei der bpb: Schriftenreihe (Bd. 1654), 4,50 €.
Der Status: Für viele kein Problemthema. Was aber, wenn es sozial, beruflich oder wirtschaftlich nicht (mehr) rund läuft und Abstiegsängste plagen? Die Autorin spürt solchen Lebensläufen nach und analysiert, welche Folgen sie für die Betroffenen zeitigen – auch und immer mehr in der Mitte der Gesellschaft.
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